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Elias Dahler




Die Geduld

 

 

 

Meine frühen Träume

 

nehmen mich immer wieder in eine gewaltsame Kraftatmosphäre,

 

die ich aber im Moment nicht überwältigen kann

 

ich weiss irgendwie,

 

dass die Zeit mich ruhig treiben lässt,

 

bis meine Seele

 

den Augenblick erkennt,

 

wo ich in etwas so verliebt bin,

 

dass ich es in meinen Besitz holen möchte

 

Ich habe dann Geduld

 

und sie verspricht mir, dass

 

sie einen Weg finden wird

 


Motorbrumme

 

Ich höre ein Motorenbrummen

im Motorenbrummen höre ich,

dass es im Garten

einen wiederkehrenden Ablauf gibt.

das Brummen bedeutet ,

dass der Generator arbeitet.

Das Wasser fliesst

durch einen schwarzen Schlauch

der im Boden mäandert.

Wasser ist der Motor

von den Pflanzen

und Wasser ist das Leben.

Wasser hat einen

immerwährenden Kreislauf,

der Kreislauf

hat keinen Anfang und kein Ende.

Ich bin eins mit dem Wasser


 

 

 

Samen

 

 

 

Beobachte, wie sich die Samen

 

um die eigene Achse

 

langsam drehen

 

Sie erzählen, dass sie wiederkehrend

 

ein neues Leben

 

auf diese Erde bringen,

 

dass sie im warmen Dunkeln

 

der Erde verschwinden,

 

dass sie aus der Erde spriessen

 

und als hunderte von Samen

 

darauf warten,

 

bis sie ihr Haus verlassen können

 

und dass sie dann

 

durch die Luft

 

um die eigene Achse wieder langsam drehend

 

an mir vorbeifliegen

 

 


Gartenhacke

 

Ich höre eine Gartenhacke

die mein Papa Domink

in seinen Acker stösst

die Hacke erzeugt einen wohligen Ton

er erinnert mich an die Zeit,

als ich noch mit meinen eigenen Händen

in der Erde spielen konnte

meine Hände hatten sich rauh angefühlt

Ich war in Verbinndung mit der Erde

sie war weich und samtig

ich spüre sie heute noch


Auf dem Wasser mein zu Hause

 

Ich sitze auf meinem Boot

höre

wie das Wasser

an den Bug klopft

ich identifiziere mich

mit dem geglugse

damit weiss ich, dass  ich auf dem Boot

zu Hause bin


Eichenblätter

 

Ich hocke draussen,

neben mir steht ein Eichenbaum

die Braune Eichenblätter rascheln

sie erzählen die Geschichten

vom letztem Jahr

An den Astenden

sitzen die kleinen, Grünen Knospen

die sich entfalten, sobald sie die Sonnenwärme erfühlen,

die die Knospen aufwachen lässt

dann ist es Zeit

für eine neue Generation Eichenblätter


Aglomeration

 

Sitze in meinem Boot

schaue wie die Aglomeration

an mir vorbei zieht

ich denke,

ich bin der König des Flusses

bin dann erlichtert

weil das Wasser

meine gedanken mitnimmt

das hat für mich eine Essenz,

von Befreiung

die sich in meiner Seele ausbreitet.


Wellengang

 

Ich sehne mich

nach dem schaukeln des Wellengangs

er gibt mir die nötige Ruhe,

inmitten meiner Sorgen

er verwischt meine Ängste,

er erlöst mich

von meinem seelischen Druck

der Wellengang schaukelt meine Seele

in die Mitte


Neugier

 

Ich spüre die Sehnsucht

nach etwas Neuem

es ist meine Neugier,

die mich fast nicht loslässt

sie ist greifbar nahe

der Moment den ich ersehne,

steht nur eine Handbreit entfernt

er ist meine Zuversicht


 

Gehörrichter

 

 Ich höre das Leben draussen

 

mein Gehör hat keine Empfindung

 

es ist von mir selber gesteuert

 

ich entscheide, ob meine Mitwelt

 

bei mir andockt oder nicht

 

ich kann einen Ton völlig ignorieren

 

er prallt dann ab

 

oder aber er hat die Erlaubnis

 

und findet den Weg in mein Gehör

 

jeder ist sein eigener Gehörrichter

 


Hackstock

 

Draussen der Holzschopf

vorgezogen ein Hackstock

oben drauf

ein umgekehrter Pflanzentopfteller,

bedeckt

mit einem Schneehäubchen

und ich empfinde

eine wiederkehrende Ruhe in mir


 

Krankheit

Ich erspüre eine dumpfe Krankheit

die mir meine Energie raubt

sie hat meinen Körper ausgesogen

ich merke,

dass etwas Neues bei  mir ankloft

ich habe das Gefühl,

dass sich meine Schlappheit nicht wieder aufbaut

dabei, bin ich eigentlich gar nicht so unzufrieden.


Geräuschkulisse

 

Ich sitze ganz oben im Haus

die Dachwohnung hat eine Fensterfront

ein Fenster steht halb offen

ich höre Vögel singen, den Wind, Kindergeschrei

jede Geräuschkulisse ist für mich eine Freude,

eine Geräuschkulisse macht mich zufrieden

Ich spüre in mir

die Schwingungen meiner Umgebung

diese sagen mir, dass es um mich herum lebt

ich bin sehr froh,

dass ich mitten drin bin.


gedanklich bin ich

hunderte Kilometer von hier entfernt

bin nämlich mit meinem Boot unterwegs

der Kompass ist mein ewiger Begleiter

ich sichte hinter mir das Kielwasser

denke

ja, meine Seele ist rundum glücklich

merke,

dass ich auf meinem Schiff

etwas loslassen kann

das ist meine Erfüllung

im Boot hat der Kompass

seinen festen Platz


Frühling

 

Die Knospen warten

bis die Sonne

sie mit ihren wärmenden Strahlen kitzelt

die Sonne gibt den Knospen

die Sicherheit,

dass es jetzt bald Zeit ist

die Blüten aufzumachen

ich merke,

auch die Menschen

diese Frühlingssignale brauchen,

damit sie die Freude,

auf die helle Jahreszeit

nicht vergessen

die Jahreszeit erinnert sich
an ihren Kreislauf

und die Sonne,

ist der leuchtende Ball in der Mitte


Boots Reise

 

König über meine Route

Sitze in meinem Boot

denke, was mache ich hier?

Ich brauche mein Boot oft nur

um Kunden herum zu fahren .

Selten bin ich allein unterwegs

mit meinem Boot

Ich sehne mich danach

ganz allein mit meinem Boot

zu fahren .

Dann würde ein freudiges Lächeln über mein Gesicht ziehen 
Ich könnte dann denken:

ich allein bin der König

über meine Route


Vogel

 

Ich beobachte ,wie die Vögel

ihr Teritorium verteidigen.

Ich bin Zuschauer,

wenn die Vögel sich streiten .

Mein Gefühl ist dann jeweils

nur damit bedacht ,

dass sich das immer wiederholt

seit ewigen Tagen

ich spüre ,

dass mich eine Traurigkeit belastet

sie ist für mich eine dumpfe Freude

mit der Erwartung ,

dass das meinen inneren Ruhepol

nicht bewegt.


Traum

 

Ich schlafe auf meinem Schiff

erspüre, wie die Wellen

an meinem Boot zerschellen

Ich gehe hinauf in meinen Führerstand

drücke den Anlasser

erfühle, wie der Motor vor sich hin tuckert

von Weitem sichte ich

die Lichter  der Stadt

Denke ,das was ich da sehe ist mein pures Glück

Ich erspüre ,wie ich freudig vor mich hin Juchze

und weiter in die tiefe Nacht eintauche 


 

 

 

Regentröpfchen

 

 

Ich bin im Haus

 

Beobachte, wie der Baum bestückt ist

 

Von einzelnen Regentröpfchen

 

Sie hängen an Ästen

 

Wie einsame Knospenperlen

 

Sie halten sich an den Zweigen fest

 


Die Tropfen spiegeln das Tageslicht

 

Sie sind archaische Lichtquellen

 

Und dann -wenn unsere Nacht kommt-

 

Verschluckt  sie die einsamen Tröpfchen

 

 

 

Die Dunkelheit lässt sie aufblitzen

 

Ich assoziiere

 

Ich bin selber ein Regentropfen

 

 

 

 

 



Meine Studien über Menschen

                                                                                       3. 4. 2017
Ich studiere die Menschen schon seit meiner Kindheit.
Eine unbekannte Person, die mir auf dem Trottoire begegnet, ist mit ihrer persönlichen Aura beschäftigt. Sie ist wie eine Blase um den Menschen. In der Blase befindet sich ein Würfel, der innen eine Knospe bildet. Sie beinhaltet ein stereotypisches Muster. Es läuft dreidimensional ab, wie ein Würfel, der durch seine innere Rotation so viel Kraft erzeugt, dass er sich innerhalb der Aura höher hinauf schwingt. Der Würfel hat innen eine vertikale Achse, die sich mitdreht.


15. 1. 2018


Innerhalb des Würfels hat es eine Analyse. Sie entscheidet, welche Leute sympathisch sind. Ein Mensch ist mit tausend Elektrönchen vernetzt. Jede Elektrode macht, dass der Mensch auf das Feinste reagieren kann. In der Menschenmasse agiert der Mensch so, dass über die Augen fast nichts wahrgenommen wird, nur über die Luft geht ein Hauch von kleinsten Informationen. Die Elektronen geben sich einen Impuls, damit sie kommunizieren können. Der Mensch sichtet sein Gegenüber und er blinzelt, wenn er es sympathisch findet.
Der Mensch hat seine Gerüche. Mit seiner Duftwolke strahlt er seine Attraktivität aus. Sie beginnt zu wirbeln, wenn eine gegenüber stehende Person sich angezogen fühlt.


 

Bootsfahrt

 


Ich sitze in einem Bootsführerstand
sehe die beleuchtete Armatur

blicke  hinaus

und ersichte den schwankenden Horizont

ich habe das Gefühl

ich sei mit dem Horizont in Verbindung

ich führe das Boot gelassen

durch das grosse Meer

ich ziehe vorbei an verlassenen Küsten

die Nacht zieht auf

erspüre,  wie mein Herz juckt vor Freude

 


Hertzschlag

 

Sehe den Hertzschlag

unter dem Fell unserer Katze

sie liegt auf einem Stuhl

die Katze strahlt eine Gelassenheit aus

ich denke,

ich wäre gerne auch eine Katze

Sie hat nicht den Druck

etwas  erreichen zu müssen

Die Katze lebt in ihrer eingeschränkten Welt

Sie sucht sich ein weiches Plätzchen

Die Katze  drückt die Pfoten in das Kissen

sie rollt in sich zusammen

sie legt ihren Schwantz über die Pfoten

ich spüre, dass diese ruhe 

bis zu mir flattert 


Segelturn

 

Ich sitze am Esstisch, gedanklich bin ich weit entferntich bin mit meinem physischen Körper festgemacht,

mein Körper lässt mich im Stich, gedanklich aber bin ich auf einem Segelturn

Er bietet  mir eine Gelassenheit,

die meine Seele zufrieden macht

Ich sehe weit, weit entfernt das Land, wo das Wasser auf den Felsen aufprallt 

Für mich ist das eine unendliche Erlösung

Das Wasser lässt für mich eine tröstlichen Atmosphäre entstehen

 

 

28. Januar 2018

 


 

Meine Studien über Menschen                                                                                3. 4. 2017

 

Ich studiere die Menschen schon seit meiner Kindheit.

 

Eine unbekannte Person, die mir auf dem Trottoire begegnet, ist mit ihrer persönlichen Aura beschäftigt. Sie ist wie eine Blase um den Menschen. In der Blase befindet sich ein Würfel, der innen eine Knospe bildet. Sie beinhaltet ein stereotypisches Muster. Es läuft dreidimensional ab, wie ein Würfel, der durch seine innere Rotation so viel Kraft erzeugt, dass er sich innerhalb der Aura höher hinauf schwingt. Der Würfel hat innen eine vertikale Achse, die sich mitdreht.

 

15. 1. 2018

 

Innerhalb des Würfels hat es eine Analyse. Sie entscheidet, welche Leute sympathisch sind. Ein Mensch ist mit tausend Elektrönchen vernetzt. Jedes Elektron macht, dass der Mensch auf das Feinste reagieren kann. In der Menschenmasse agiert der Mensch so, dass über die Augen fast nichts wahrgenommen wird, nur über die Luft geht ein Hauch von kleinsten Informationen. Die Elektronen geben sich einen Impuls, damit sie kommunizieren können. Der Mensch sichtet sein Gegenüber und er blinzelt, wenn er es sympathisch findet.

 

Der Mensch hat seine Gerüche. Mit seiner Duftwolke strahlt er seine Attraktivität aus. Sie beginnt zu wirbeln, wenn eine gegenüber stehende Person sich angezogen fühlt.

 

Meine Schlappheit

 

Ich bin unendlich schlapp

Meine körperliche Verfassung verrät mir,

dass  ich nicht mehr Zeichnen kann,

weil ich beim Zeichnen

so gegen die Schlappheit an kämpfen muss

Beim Zeichnen, brauche ich meine volle Spannungskraft

ich kann mich nicht zeichnerisch ausdrücken

Sitze manchmal, an meinem Rechner

und, dann passiert einfach nichts

für mich ist das eine unschöne Erkenntnis,
sie macht mir ein Tor zu nämlich das Tor, zu meinem Zeichnen


Krankheit 

 

Ich bin krank

mein Körper fühlt sich schwer an

Ich weiss selbst nicht, was meine Krankheit mit mir vor hat

immer wieder, blicken meine Augen nach draussen.

Sie ersichten im Wind schwankenden Bäume

sie finden sich mit der schwankende Bewegung ab

sie haben die Ruhe in sich

und warten, bis das Unwetter vorbei zieht

denke, ich mache es wie die Bäume

 


Weihnachtsfest

draussen ist es bitterkalt

sitze mit dem Rücken zum Ofen

beobachte wie das warme Feuer  sich im Fenster räklet,

es ist eine besinnliche  und erwartungsvolle Zeit

die Menschen ziehen sich mit der Dunkelheit,

in ihre geborgenen Räume zurück

die Menschen tragen die Erwartung,

auf ein Festliches Beieinandersein

in sich.

 

Draussen die Knospen erfühlen tief drin

die erste frühlingswärme


November

 

Ich erhasche die Dunkelheit
erfühl
e ,wie sie mich packt

alles ist auf einen Punkt getrimmt

Hunderte Lichtpegel streuen ihre warmen strahlen

hinaus in die stockdunkle Nacht

Erspüre ,dass ich mit dem Dunkeln

in eine seltsame Zufriedenheit drifte

Sie trägt mich in eine Zeit

in der ich mich wohl fühle

 


Kleinkinderinnerungen

 

14. 8. 2017

Ich spüre, dass mein Körper meinen Geist beeinträchtigt. Ich habe das merkwürdige Gefühl, in meinem Körper stimmt etwas nicht. Es fühlt sich an, als hätte ich ein krankes Skelett.

Meine Müdigkeit kann sich oft nicht entfalten, weil meine Spastik so hoch ist, so kann ich nachts nicht schlafen. Meine Spastik vereinnahmt mich, so dass ich nicht mehr nachdenken kann, was ich schreiben möchte. Die Spastik umhüllt meinen Geist vollkommen.

 

21.8. 2017

Ich habe Angst, dass ich irgendeine Krankheit habe, die grösser ist, als meine Kraft. Meine Spastik absorbiert meine Sorgen, so kann ich nicht mehr beschreiben, wie ich mein Leben lebe. In Lichtblicken bekomme ich mein richtiges Leben wieder. Dann aber entschwindet das Licht. Ich bekomme immer ein wenig Angst, wenn das Licht weg zieht.

 

28. 8. 2017

Wenn ich nicht gut schlafe, merke ich nachts, dass mir eine unsichtbare Gestalt Gesellschaft leistet. Sie ist in einem Behälter. Dieser ist voll mit Wasser. Darin spiegelt sich mein Grossfati. Ich kann mit ihm durch eine Glaskugel kommunizieren, die aber durch einen Nebel verwaschen ist. Ich kann aber nicht lokalisieren, aus welcher Richtung die Stimme kommt. Den Gesprächsstoff finden wir meistens durch eine Banalität, z. B. redet er von seinem Tod. Er erzählt, dass er knapp vor seinem Tod etwas spürte, nämlich dass er den Sauerstoff nicht mehr selber in die Lunge pumpen konnte. Danach hat sein Herz solche Aussetzer produziert. Er erfühlte, wie sein Herz immer schwächer wurde, bis zum eigentlichen Stillstand.

 

4. 9. 2017

Ich liege auf seiner Brust. Ich höre, wie sein Herz unregelmässige Aussetzer macht. Auf einmal bekommt Fati ein mattes Gesicht. In dem Moment merke ich, dass ich allein bin, weil ich ein Teil von mir verloren habe. Dieser Teil ist in mir verankert, so dass ich ihn nicht einfach weg machen kann.

 

11. 9. 2017

Das Verlieren ist mit meinem eigenen Tod verwandt, weil ich im ersten Moment einen tiefen Riss in mir trug und erst später für mich selber merkte, dass sich etwas geändert hat. Ich lebe heute ganz mit dem Tag und nehme manchmal Kontakt auf mit Fati.

 

 

18. 9. 2017

Ich erinnere mich, dass mein Fati oft mit mir Jeep gefahren ist. Ich hocke auf Fatis Knien, als er die Jeeptüre zuschlägt. Der Klang der Jeeptüre gibt mir das Gefühl der Geborgenheit. Ich darf mit meinen wilden Händen den Schaltknüppel bedienen. Mit meinen wilden Händen erfühle ich den eiskalten Schalthebel und ich merke, dass mich ein Freudeblitz durchjuckt. In Fatis Jeep riecht es nach ihm. Das hat mich in eine zutiefst fröhliche Atmosphäre gesetzt. Mit meinen wilden Händen ergreife ich das Steuerrad. Danach ziehe ich mich mit aller Kraft mühsam am Steuerrad hoch, damit ich die Armatur besser sehe.

 

25.9. 2017

Der Grossfati geht mit mir in einen märchenhaften Wald. Er nimmt mich unter meinen Achseln und ich bewege mich mit meinen eigenen Beinen fort. Das Gefühl mit meinen eigenen Schuhen die Waldblätter zu durchschustern ist meine begeisterte Leidenschaft. Diese Erinnerung trage ich immer bei mir.

 

16. 10, 2017

Es war an einem Nachmittag. Fati nimmt die eiskalte Joghurtmilch aus dem Kühlschrank. Er leert sie in einen Becher. Ich höre immer noch das dumpfe Geräusch, wenn Fati die Joghurtmilch in meinen Becher giesst. Fati nimmt mich auf seinen Schoss und ich atme seinen Geruch tief ein. Ich fühle, wie er mich vorsichtig an sich heran zieht. Er legt meinen rechten Arm um sich herum. Fati nimmt meine linke Hand und hält sie fest, so dass meine unberechenbaren Arme nicht in seine Quere kommen. Nun nimmt er meinen Becher. Er setzt den Becher an meiner Unterlippe an und ich trinke. Der Geschmack von meiner Joghurtmilch hat etwas Befremdliches und es hat noch ein paar Fruchtstückchen, die ich erfrischend finde.

 

23. 10. 2017

Fati ist in einer unsichtbaren Welt. Die Achse von seiner unsichtbaren Welt dreht um meine Mitte. Das Gefühl, Fati immer bei mir dabei zu haben, gibt mir eine innerliche Kraft. 


Oktober

Ich sitze draussen im warmen Abendlicht

höre weit entfernt das Rauschen der Stadt  

erspüre ,wie die Sonnenwärme mir unter die Kleider kriecht

das goldige Licht sagt:

dass die kalte Jahreszeit vorbeiziehen wird


Der Mensch mit seiner Maschine

 

Ich höre ein Summen

 

Es schwankt von  leise bis laut

 

Das versetzt mich in eine Stimmung

die ich geniesse

 

Es ist ein Moment indem ich mir vorstelle

dass ich das Geräusch verursache

 

Ich assoziere den Menschen mit seiner Maschine

und dann identifiziere ich mich damit

 

dann ist es wie wenn ich die Arbeit erledigen würde

und ich schwebe einen Moment

in einem unsichtbaren Raum

und fühle mich ganz glücklich

 

 

 

elias dahler

Samstagnachmittag 16.9.17


ich fühle ,dass meine Spastik

mich verändert sie lässt meine Müdigkeit 

nicht zu

bin vermehrt mit mir beschäftigt

die Kraft wird von meiner Spastik absorbiert meine Seele ist ,dann weggedrängt und hat keinen Platz  


Hülle um meine Seele

 

Mein Körper ist eine Hülle

um meine Seele.

Die Hülle verdirbt der Seele die Lust am arbeiten .

Es ist als wären Wattenknöpfe in meinen Ohren.

Verstehe ,dann nur erschwert meine Welt.


Lichtperlen

 

Das Meer ist ruhig

und die Sonne reflektiert

sich im Wasser

Mir kommt es vor

 als ob das viele Lichtperlen wären die sich unterschiedlich ausrichten

Sie bewegen mich in eine ganz besinnliche Atmosphäre


 

Bootsfahrt

Ich fahre das Boot und erspüre, wie das raue Fjordmeer an dem Bug klopft 

das versetzt mich in eine Stimmung die ich sehr geniesse

Ich starre aus dem Fenster und sichte den langweiligen Aufprall des Regens

er tut mich in eine ganz bestimmte Richtung einordnen

Diese Richtung empfinde ich als meinen Ruheort

ich blicke in die schroffe Natur denke sie ist die Essenz von meinem Wohlbefinden.   


 

 

Ich freue mich auf Norwegen.

Meine Freude ist so gross, dass ich es kaum erwarten kann bis ich den Norden erreiche
Ich kann es fast nicht erwarten, bis ich den Nordwind auf meiner Haut erspüre.

Kann auch nicht erwarten , bis ich in mein Boot steige und lostuckere.

Wenn ich mir vorstelle, dass wir mit mein Boot nach Norwegen fahren ,dann Juckt mein Herz


27. Juni , 10: Uhr

 

Analyse meines gesundheitlichen Zustandes

 

Ich fühle mich unendlich schlapp.

Es kommt mir vor, als wäre ich umhüllt mit Watte.

In dieser Watte entwickelt sich eine Spirale und ich werde durch meinen physischen Körper definiert.

Diese Spirale bewirkt, dass ich mich psychisch in einer Blase bewege.

Sie dreht sich um meine Mitte und dadurch fühle ich mich schwerelos und bin jeweils dabei ganz machtlos.

Es hat so eine Essenz von der Frage, was macht die Zeit  mit mir ?

Meine Knochen machen mir oft Sorgen, weil mein Geist eingeengt wird.

Mein Körper lässt meinen Geist nicht in Ruhe.

Mein Geist ist dann jeweils ganz absorbiert.


Ruheinsel

 

Ich höre ,wie die Luft sich im Kreise dreht.

Ich fühle den Wind auf meiner Haut.

Die Amsel singen .

Mein Kopf spürt das warme Sonnenlicht .

Die Bäume sind still und geduldig.

Es kommt mir vor ,als könnte ich mit den Bäumen reden.

Die Gräser wiegen sich lautlos im Wind.

Sie sind für mich eine Ruheinsel ,

damit ich selber auch zur Ruhe kommen kann.


Nahtoderlebnis                                                                                                                                         24. 4. 2017

 

Ich bin noch jung, aber ich bin eingezwängt, weil mich meine Behinderung absorbiert. Sie hat mich für einen Teil lahm gelegt und sie hat mich gezwungen auf Hilfe angewiesen zu sein. Mein Gefühl, immer auf Hilfe angewiesen zu sein, gibt mir manchmal eine Furcht. Diese beinhaltet eine Grausamkeit, welche mit meinem Speichel vermischt wird. Das Gefühl hat eine Essenz von Belanglosigkeit. Es packt mich manchmal plötzlich und wirbelt mich auf. Die Angst, dass mich plötzlich meine Behinderung noch mehr vereinnahmt, ist durch mein Wesen definiert. Beispiel: wenn mein Körper mich zwingt, das zu tun, was mein Geist nicht möchte, dann merke ich noch mehr, dass meine Bedürfnisse zurück gedrängt werden. Mein Geist wird eingeschränkt durch meine Behinderung.

Bei meiner Geburt hatte ich gespürt, dass im Bruchteil einer Minute mein ganzes Gehirn abgestellt wurde. Ich war in einer Schlangenlinie, welche ein atypisches Muster hatte, das ich noch optisch sehe. Ich war auf einen Schlag zerschellt. Die Schlangenlinie hatte mich beängstigt. Das versetzte mich in eine Vakuumhülle. Diese umschlingte meinen Hals. Dann fühlte ich, wie ich zitterte und eine undefinierbare Furcht überzog mich. Ich sah in mir eine rasend schnelle Lichtquelle an mir vorbei ziehen. Ich kam dann in ein furchterregendes dunkles Tunnel. Dort bin ich in eine Spirale gekommen und in dieser Spirale merkte ich, dass mich eine Körperbehinderung beschlagnahmte. Die Lichtquelle war für mich eine kurze Auszeit, die ich mochte. Sie war für mich eine Erholung. Die verwandelte sich in einen dunklen See und da drin spiegelte sich mein Kopf. Ich empfand, dass ich nicht mehr existierte. Ein helles Licht strahlte mich an und ich dachte intuitiv, nein, ich möchte nicht mehr auf diese Erde….

Danach bin ich aber irgendwie trotzdem auf die Erde gefallen.

 

 

 

 


Schreiben – Tor zur Aussenwelt

 

Ich sitze im Garten

unter einem Zwetschgenbaum

mein Schreibtisch ist beschattet

und ich fühle, wie der Wind in den Ästen spielt

mein Schreibtisch ist bestückt mit dem ABC

das heisst für mich,

ich bin mit der Aussenwelt verknüpft

ich bin zutiefst berührt beim Schreiben

weil ich spüre, dass diese Buchstaben

eigentlich das Tor zur Verständigung mit dem Aussen sind

sie verwirklichen das, was ich spüre und denke    


Das Zeichnen von Geisterhand

Willkommen meine Damen und Herren.

Mein zentrales Thema ist heute das Zeichnen.

 Das Zeichnen bedeutet für mich, für eine Sequenz meine Behinderung zu vergessen. Dann driftet meine Gedankenwelt in die endlose Atmosphäre. Ich bin manchmal  so absorbiert, dass ich selbst nicht wage zu glauben, dass ein fertiges Werk durch meinen Kopf gegangen ist.

 

Eine Linie, die ich mit meinem Kopf ziehe, ist meine innere Ruhe. Ich meditiere, bevor ich diese Linie exakt setze. Diese Linie beruht auf meinem Selbstwertgefühl. Wenn ich sie absetze, dann hat die Linie ihren zentralen Wert gefunden.

 

Ich spüre, dass das Zeichnen für mich einen Schutzmechanismus auslöst. Er nimmt mich in eine schwebende Wolke und dort drin entwickelt sich meine Zeichnung. Ich kann mich im Zeichnen so fokussieren, dass ich mich selber vergesse.

 

Das Zeichnen spielt sich eigentlich nicht im Computer ab, sondern in meinem Gehirn! Es projiziert meine Striche auf den Monitor. Diese vectorbasierte Linie ziehe ich  mit meiner innersten Begeisterung.  Sie erlöst die Erwartung, dass ich mich eigentlich in einer Blase befinde. Diese driftet in einen anderen Weltraum ab.

Es passiert etwas in mir, nämlich dass ich mich von der Erde löse. Ich bin nicht mehr ich, sondern ein winziges Wesen, das sich von der Erde abhebt.

 

 Dann entspringt die Essenz zum eigentlichen Werk.


Frühling-

 

 

 

Ich rieche  die Frühlingsluft

es schmeckt nach etwas Frischem

und ich höre draussen

wie die Frühlingsluft  mit  den Bäumen flüstert

sie säuselt ganz zart

Ich bin mit meiner Arbeit  selig

sie macht mich zufrieden

die Vögel  pfeifen der Sonne entgegen.

Sie ahnen den Frühling schon

die Katzen wärmen sich

in den ersten warmen Strahlen

für mich bedeutet das

dass der Sommer bald kommt

 

 

Elias Dahler 


 

24. Oktober 2016

Lieben mit einer Behinderung

 

Ich bin mir bewusst, dass die Leser und Leserinnen in einen Regenfall gelangen könnten, wenn sie den unten stehenden Text lesen.

 

                                                                                   --------------------------------------------------

 

Ich spüre, dass ich eine Freundin brauche, aber meine Behinderung steht mir im Weg. Ich muss mich manchmal dazu zwingen, dass ich glaube, jemand wartet auf eine Liebesbeziehung mit einem körperlich schwer behinderten jungen Mann. Ich weiss, dass man sich nicht so gern einschränkt als junger Mensch. Ich weiss auch, dass man sich geniert, dass ich mit den Eltern so nah bin (das ist normal für mich).

 

Stichwort:    - Traurigkeit   

 - Verzweiflung

(Die Stichwörter geben Hinweise auf meine Gedankengänge)

Ich spüre, dass das Zeichnen für mich einen Schutzmechanismus auslöst. Das Zeichnen absorbiert mich so ,dass ich in ein anderes Weltall verschwinden kann. Dadurch ist mein Bewusstsein für eine kurze Zeitspanne so beschäftigt, dass ich nicht daran denke, dass eine Freundin mit mir wahrscheinlich überfordert wäre. Ganz in mir drin ist eine verschlossene Kapsel. Die hat einen tiefen Riss in der Schale. Er rumort und reibt sich selbständig. Ich versuche den Riss zu umgehen, aber er ist unterschwellig immer präsent. Er kann mich in eine Depression verfrachten. Die Kapsel ist wie eine Muschel, die mich auf- und zureisst. Sie hat einen Kern, der mich immer wieder anknabbert. Er assoziiert mir dann eine Frau, die mit mir schläft. Das erweckt in mir einen Stress. Ich versuche, mit meinem künstlerischen Flair den Riss zu umgehen. Ich weiss noch nicht, wie ich es angehen soll... Der Kern sagt mir ganz aufsässig, dass ich eine Liebesaffäre benötige. Ich versuche gegen diese Strömung anzukämpfen. Diese Situation bewirkt in mir eine Verzweiflung, weil ich selbst nicht wage diesem Problem Raum zu verschaffen.

-  Mund, geifrige Zähne

-  Nuss knacken

 -  ignorieren

   - Überforderung

 Ich sage zu meinem Kern: "Ja, ja, du bist so selbstherrlich, dass ich ja gar keine Chance bekomme." Ich ziehe dadurch den Schluss, dass ich mich eigentlich in einer Blase befinde. Der Kern schwebt wie ein Planet rund um die Achse meiner Blase. Ich spüre, dass eine Frau wahrscheinlich überfordert wäre mit meiner Spastik. Das Problem selbst liegt in mir, direkt in meinem Zentrum. Aber gleichzeitig sagt mein Kern oft: "He, ich möchte nicht nur eine Frau, die ich assoziiere, sonder nein, ich verlange von dir eine Frau, die mich in Wirklichkeit so liebt, wie ich es in meinem Leben wünsche."

Die Verzweiflung, die stülpt sich über mein ganzes Feld hinaus. Die äussere Haut von diesem Feld ist milchig. Sie ist mein Schutz vor meiner Lustlosigkeit. Manchmal dringt sie wie eine Bombe ein. Diese Bombe versplittert mein ganzes physisches Spektrum. Beim Durchbrechen meines Feldes gibt es in seinem Innersten einen Sog. Dieser schnappt sich meine Lustlosigkeit, verwandelt sich in Luft und dreht wie ein Blatt, das sich im Wind räkelt.

Das Zeichnen schützt mich vor diesem dunklen Sog.

 

 

 

- 31. 10. das Egozentrische ist für mich ganz wichtig.

 

 

 

 

Ich habe einen Vorhang vor meinen Augen. Er macht für mich immer einen klitzekleinen Spalt auf und dahinter verbirgt sich eine nackte Frau. Ich denke: Oh Mann, wäre es nicht schöner, die nackte Frau würde kommen, um mich auszuziehen? Eine hohe und sakrale seltsame Stimme sagt dann: "Du weisst, dass du nicht der Einzige bist, der eine Liebesaffäre benötigt." Im gleichen Atemzug säuselt sie: "Du bist so einfühlsam und auch noch so jung, dass ich fast ausklammere, dass dich nie jemand lieben würde."

Ich verfalle wieder meinen eigenen Sorgen. Sie ziehen mich in eine Wolke. Die Wolke ist für mich ein unsinkbares Schiff. Sie ist festgemacht mit einem Seil. Ich möchte dieses Seil durchtrennen, um mich zu entlasten. Aber das Seil sagt: "Ich bin unzertrennbar."

 

- 7. 11. Depression

 

Ich habe dann einen Rückschlag, der mit meinen Sorgen voll bepackt ist. Sie versuchen mich zu manipulieren. Die Sorgen sind seltsame Ungeziefer, die an meine Seele gelangen wollen, aber sie sprüht ein Gift aus, welches die Geziefer abtötet. Dadurch habe ich tageweise Ruhe vor der Plage. Sie hat einen hinterhältigen Stachel, mit dem sie mich piekst. Das Pieksen hat eine versteckte Botschaft für mich. Damit möchte sie sagen, dass ich eigentlich schon eine Beziehungsaffäre brauche. Aber  ich flüstere zu meiner Botschaft, dass ich einen Übergriff erlebte:

Als kleiner Junge hatte ich irgendwie gespürt, dass das Thema Sexualität wahrscheinlich ein ganz schwieriges Kapitel sein wird. 

Ich bin als Fünfjähriger in den Kindergarten gekommen. Dann hatte ich ein Erlebnis: Wir haben das Thema "Küken" gehabt. Im Kindergarten stand eine Höhle, in welcher es feucht, warm und unheimlich war. Dort war ein Brutkasten. Jemand hatte mich in die Höhle getragen. Ich fühlte, wie mir die Hose abglitt.... Plötzlich hatte ich keine Kleider mehr an. Eine Gestalt war über mir. Sie lag dann neben mir. Sie hatte mich auf die linke Seite gelegt. Sie war dann aufgestanden um sich auszuziehen. Die Gestalt legte sich dann wieder nieder. Sie fummelte im Bereich meiner Genitalien. Dann sank  die Gestalt immer mehr nach unten, bis ich gemerkt habe, dass ich aufgehoben wurde.

 

Diese Erinnerung lag brach. In mir hat sie viele Jahre vor sich hin gegaukelt. Sie hat mich dazu bewegt, die Geschichte nieder zu schreiben um mich zu entlasten.


                                                                                                                                                                  3-3-2016

Alltagsbewältigung

Ich sitze in meinem Büro. Dann blicke ich zum Fenster hinaus. Die Morgenstrahlen verfliessen über die Häuserdächer und mein Gesicht wird dadurch erfrischt und warm. Ich fange fast an zu weinen, weil ich denke, ich hocke im Gefängnis. Die Institutionsleitung sitzt in einem Glasgehäuse. Am Morgen komme ich hinein. Die Strahlen von der Sonne leuchten waagerecht durch das Glasgehäuse hindurch. Ein gepünktelter Streifen verdeckt die Sicht. Sicherlich war dahinter die Idee, dass man nicht einfach hinein schauen kann. Ich komme in die Institution hinein. Nun bewegt sich ein Wirbelwind über mir. Er schwebt ganz schwerelos, ohne dass ich ihn gross bemerke. Er flüstert mir zu: "Die Zeit in den Institutionen hat bald ein Ende." Der Wirbelwind verfliesst dann in einer Nebelwolke.

In der Pause trinke ich Wasser. Es ist im Abgang leicht bitterlich, das weckt alte Gedanken: als ich noch sehr klein im Schullager war, gab es solche Situationen, dass ich nicht genug Wasser trinken konnte, weil ich die Menge nicht selber bestimmen konnte. Wenn ich die Pause abhocke, werde ich trübselig und nachdenklich, weil ich mich über die Angestellten nerve. Dann gehen meine Gedanken in eine Umlaufbahn, so dass ich keine Schranke finde. Ich habe das Gefühl, wenn man ein wenig bereit wäre, dann könnte man doch auch erfühlen, wie toll es sein könnte, wenn die "Klienten"  mehr erfüllt von ihrem Arbeitstag wären. Die Praktikanten haben nicht den  Führungsstatus, sondern die Sozialpädagogen. Sie führen und leiten gerne die Institutionen, aber das eigentliche Kerngeschäft machen eben diejenigen, die so schon ganz angefesselt sind an die Betroffenen. Das Klientel muss für nicht angemessene Arbeit bezahlen. Ich finde, dass die Institutionen festgefahren sind, weil sie Angst haben, dass sie den Trott, den sie schon immer gehabt haben, verlieren würden. Sie haben auch Angst, sie würden sich überbeanspruchen, weil sie der Sicht sind, dass man doch an sich selbst nicht arbeiten muss.

 

 

 


Über das Leben als Behinderter   (ab Juni 2015)

Einleitung

 

Als sprachloser junger Mann hat man es nicht so oft leicht, weil man ständig auf Hilfe angewiesen ist. Das macht auch manchmal sehr nachdenklich. Die "unbehinderten" Leute haben oft kein Durchhaltevermögen, wenn es darum geht etwas zu erreichen.

Obwohl ich eine CP habe, kann ich doch schreiben.

Wie ich das Schreiben gelernt habe: Zuerst dachten die Schulleute, dass ich gar nicht fähig bin zum Schreiben- und Lesenlernen. Ich bin aber fähig, sagte es in mir. Auch die Familie setzte auf das Schreiben. Ich kann mich nicht mehr so erinnern, was ich " verpasst" habe in jener Zeit, als ich noch nicht schreiben konnte. Die Eltern haben mir später davon erzählt. Jene Zeit war langsam vergangen. Mit etwa 12 Jahren kam ich zu einer Lehrerin. Sie hatte auch Mühe mit mir. Dann aber checkte sie, wie ich ticke. Ich hatte das Alphabet auf dem Rollstuhltisch und die Buchstaben kannte ich schon. Sie fing an, Wörter mit mir zu üben, so z. B. Lastwagen, Traktor, Bagger usw. Dazu hatte es immer ein Bild und jenes Wort war darunter gestanden. So hatte sie für mich Aufgaben gestellt. Wir waren in einem Raum. Dort war ein Pult. Darauf war ein Computer. Davor legte die Lehrerin das Blatt. Sie testete mein Gedächtnis und fast immer wusste ich die Wörter. Zu Hause hatte meine Mama Claudia mit mir geübt. Am Morgen, als der Abholtransport kam, hatte ich immer ein wenig Angst, dass ich die Wörter nicht konnte. Ich wollte natürlich zeigen, dass ich geübt hatte. Nun habe ich einen sehr grossen Wortschatz. Dieser hilft mir auch, um auf den Tisch zu hauen, wenn ich wütend bin, aber auch wenn ich traurig bin.

Ich habe Eltern, die sind Lehrer. Als ich zur Schule ging, hiess es, ich sei nicht beschulbar. Heute weiss ich, dass ich ein Schulkind war, obwohl die fremden Leute fast nicht glauben, dass ich ein Schüler war.

Ich habe mir gegenüber eine Person, die wartet, bis ich weiss, was ich schreiben will. Sie muss Geduld haben und mich auch sehr gut kennen.

 Das Kommunizieren mit mir ist eigentlich keine komplizierte Sache, aber die Leute meinen, dass ich viel zu viele körperliche Einschränkungen habe und so werde ich von den Menschen als Behinderter gesehen. Ich bin angewiesen auf Begleitung. Das ist manchmal sehr anstrengend für mich. Weil ich nicht mit meiner Hand etwas schnell aufschreiben kann. Ich muss immer warten, bis mein Augencomputer aufgestellt ist, oder es muss immer jemand dabei sein, der mit mir schreibt. Wenn ich vergesse, was ich schreiben will, werde ich unzufrieden. Die einzige Hilfe ist das Schreiben. Ich kann schon auch etwas mit den Augen zeigen, aber das ist lange nicht so differenziert.

Ich fange wieder an zu schreiben, an meinem Text herum zu tüfteln: Es war an einem Werktag um 7 Uhr. Wir mussten vorwärts machen, doch da war irgend etwas, das ich sagen wollte. Wir hatten keine Zeit, um das heraus zu finden. Meine Mutter sagte: "Wir müssen pressieren, auf, zum Zähneputzen“. Ich dachte, ich würde das vergessen bis zum Mittag. Mein Bruder Balthasar brachte mich zum Abholtransport. Dann übernahm mich die Chauffeuse Yeter. Sie ging zum Fahrersitz und holte dann das nächste Kind ab. So muss ich immer wieder Rücksicht nehmen auf meine Umwelt. Ich werde deswegen manchmal auch sehr melancholisch. Jeder möchte mit der Menschheit kommunizieren. Als behinderter junger Mensch ist es ganz entscheidend, in welchem Umfeld man sich befindet, ob es bereit ist, für einen förderungsbedürftigen jungen Menschen.

Ich hatte schon früh eine Ausstrahlung. Die Eltern hatten schon bald gemerkt, dass diese besonders ist, als ich noch ein Baby war. Sie sagen, dass sie in meinen Augen gesehen haben, dass ich ein Schulkind werde. Ich hatte gelacht, genau in diesem Moment, als jemand etwas lustiges gemacht oder erzählt hatte. Ich weiss, dass ich ohne Schreiben keine Gefühle ausdrücken könnte und somit würde ich untergehen.......

 

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Ich fange wieder an, meine seelischen Gedanken und Tatsachen zu beschreiben:  Ich bin ein Schüler gewesen in der Tagesschule in Münchenstein. Ich war gern ein Schüler.

Jetzt bin ich in zwei verschiedenen Institutionen, weil die Leute mich als "aufwendig" bezeichnen und sie mich nur eine halbe Woche wollen. Für mich ist das gerade noch interessant, weil ich die Abwechslung dort brauche, sonst wird es mir langweilig. Die Institutionen sind darauf eingestellt, dass die "Klienten" erst um 9 Uhr kommen und das macht mir Mühe.

Als ich in die Schule kam, musste ich immer früh aufstehen. Ich finde es nicht korrekt, dass die "Klienten" erst so spät kommen dürfen. Meine Eltern sind festgebunden, weil ich nicht früh aus dem Haus muss. Ich habe es ungern, wenn sie wegen mir alles umstellen müssen. Dabei geht es mir nicht gut. Ich denke, vielleicht sind meine Eltern überfordert mit mir. Ich bin eigentlich einfach eine Last. Wenn ich sie fragen würde, bin ich nicht sicher, ob sie so bewusst wahrnehmen wie ich, dass ich eine Last bin. Ich bin mir schon bewusst, dass ich nicht nur der Einzige bin, da auf der Erde, sondern - nein - ich bin nur ein winziges Teilchen davon. Ich bin schon seit der Geburt eine Last, aber ich spüre es erst, seit ich aus der Schule bin. Die Last holt mich manchmal ein, so dass ich richtig depressiv werde. Ich weiss, dass viele Menschen auch so schwere Schicksale wie ich durch das Leben tragen. Aber es nützt jetzt bei mir gar nichts zu reklamieren...

Bei mir hat das Schreiben eine Besonderheit bekommen, nämlich ich kann das, was mich belastet, einfach auf ein Blatt Papier schreiben, das hilft, um mein Gehirn zu entlasten.

 

 

 

Eine Reise

Ich hatte lange keine Ferien mehr. Ich war erschöpft vom neuen Geschehen. Ich finde es anstrengend, wenn ich in zwei Institutionen arbeiten muss.

Ich ging nach Apulien, nach Vieste am Meer.

Wir standen um 4 Uhr in der Nacht auf. Ich hörte im Bett, wie die Anderen rumorten, bis meine Mutter die Windeln holte und diese mir anzog. Ich dachte, ich sei schon eine Belastung, im Sinne von Verlangsamung, weil ich dann auch noch etwas trinken musste.

Ich ging in die Tiefgarage. Ich fühlte, wie ich Freude hatte und zwar nicht nur Freude, sondern nein, auch Angst ist in mir empor gestiegen, weil ich spürte, dass ich ja wirklich in dieses Blechgehäuse einstieg. Ich hatte Angst, dass wir überfallen werden. Deswegen hatte ich das Gefühl, dass wir nicht abfahren können, weil es so dunkel und unheimlich war. Das Ganze versetzte mich in eine tiefe Niedergeschlagenheit.

Wir fuhren aus der Tiefgarage hinaus. Wir mussten durch ein automatisches Tor, dann kribbelte es in mir. Ich war nahe daran, einfach zu heulen. Ich war einerseits sehr, sehr zufrieden mit meinem Geschehen. Andererseits war ich nicht glücklich, weil ich merkte, dass ich unterschwellig so eine Belastung spürte. Diese Belastung spüre ich immer wieder. Ich empfand beim Rollen vom Auto, dass ich etwas hinter mir lassen kann.

Ich sah die schnellen Lichter vorbei rasen. Ich spürte, dass ich im Auto festgemacht war. Ich hatte links die zweite Spur einen Moment lang verfolgt und dann ist mir, wie durch einen Blitz, etwas in den Sinn gekommen: dass man ja nur einen Schatten vom eigentlichen Menschen sieht. Man ist sich nicht bewusst, wie viele auf der Autobahn fahren. Jeder fährt einfach und die Anderen sind ausserhalb seines Interesses. Das macht mir persönlich Angst, weil ich irgendwie spüre, dass ein Teil der Menschheit überhaupt nicht gut aufpasst auf der Strasse. Mir ist schon auch bewusst, dass man aufpasst, aber trotzdem kann man Fehler machen.

Ich bin aufgewacht am Zoll. Wir fahren in ein Morgenrot hinein. Links und rechts hat es solche Bauruinen. Das finde ich beängstigend. Diese haben keine Fenster mehr. Ich habe mir vorgestellt, dass sicher viele Arbeitslose in den Ruinen hausen. Es kann nicht sein, dass wir in der Schweiz solche Türme aufbauen und in Italien haben sie fast nichts. Bei mir löst das eine tiefe Unzufriedenheit aus. Wir hocken auf einem Thron!

Ich döse im Auto. Nun sehe ich das Meer am Horizont. Ich fühle, wie mein Herz springt vor Begeisterung und nicht nur Begeisterung, sondern auch das Gefühl, dass ich ja eigentlich ein schwerer Stein bin für die Anderen. Ich bin mir aber auch bewusst, dass ich ein goldrichtig lieber Mensch bin.

Ankunft in "Umbramare"

Wir fahren die Küste entlang bis Vieste. Auf einer Schlangenstrasse sichte ich ganz nahe das Meer. Ich habe noch den Film vom letzten Jahr vor Augen. Ich war schon oft da. Hinter jeder Biegung verbirgt sich etwas, das ich fast blind erahne. Das Gefühl, das ich dabei habe, ist einzigartig. Ich bin erstaunt, wie ich alles erkenne. So in einer Ruhe gucke ich die Natur und die Häuser an.

Ich freue mich schon auf die Strandfahrten mit dem Elektrorollstuhl. Früher fuhr bis zum Meer und dort hielt ich an. Dort fühlte ich mich geborgen. Dort schaute ich auf das Meer hinaus und wenn ich einen Feldstecher gehabt hätte, dann wäre ich stundenlang abgedriftet.

Abends muss ich oft ins Bett, wenn meine Eltern müde sind. Dann höre ich die Anderen, wie sie es lustig haben. Ich glaube, dass ich überflüssig bin. Ich fange fast an zu weinen, so fest schüttelt es in mir. Dazu bekomme ich auch noch das merkwürdige Gefühl, dass ich niemand darauf anzusprechen traue, weil ich sie dadurch belasten würde. Ich weiss, wenn ich das sagen würde, müsste ich nicht so früh ins Bett gehen. Aber ich weiss auch, dass ich eine Belastung bin für meine Familie.

Es ist Vormittag und alle bereiten das Mittagessen vor. Ich sehe den Ricotta und mir fliesst der Speichel links und rechts im Rinnsal davon. Ich geniesse das Mahl in vollen Zügen.

Einmal bin ich wegen einem Baum absorbiert, da er sich im Wind räkelt. Ich sage ihm in Gedanken: "Du bist doch auch nur ein Teil von uns allen." Der Baum antwortet mir durch den Wind: "He, liebes Menschenwesen, ich habe noch nie mit einem Behinderten so kommuniziert." Er hat aus seiner Rinde geantwortet. Ich bin perplex, dass ich mit einem Baum sprechen kann.

Zum Abschluss gehen wir Pizza essen in Foggia. Wir sitzen draussen. Ich merke wieder mal schnell, dass ich eigentlich eine Last bin. Aber ich sehe um so mehr, dass es wichtig ist, das meiner Familie ein Stück weit aufzuzeigen.



Ich bin der Elias Dahler.

Ich bin 19 Jahre alt.

Ich zeichne fūr das Leben gerne.

Zeichnen ist für mich erzählen in meinem Kopf.

Ich bin zufrieden, wenn etwas entsteht!

ich kann nicht meine Hände brauchen.

Aber mein Kopf macht alles.

Mit dem Kopf kann ich den Computer steuern.

Ich habe eine Cerebralparese.

Ich kann schreiben und Schreiben ist fūr mich sprechen.

Ich habe schon viele Karten gezeichnet!


 

Ich bin der Elias Dahler.

ich bin schwerst körperlich   Behindert aber trotzdem kam ich weit .Ich laernrte schreiben alle andern glaubten naemlich nicht das ich schreiben könne nur meine Familie glaubte schon, dass ich scheiben lehren kann. Wiso möchte überhaubt schreiben?:“Ich bin sehr unzufrieden gewesen weil ich nur so auf „ja“ oder „nein“ Antworten  konnte.ich habe viel mehr sagen wollen! Heute bin ich viel viel mehr zufrieden als frueher weil ich alles aus der Leber weg Schwatzen kann!


Ich und meine Lebenskraft

 

Ich werde oft unterschätzt und als 14 – jährig betrachtet. Ich finde das ganz  verletzend.

 

Ich habe einen Frust erlebt. Die „Patienten“ arbeiten in dem Keller und es hat ja auch noch vergitterte Fenster. „Ich habe das fast vergessen“. Die Behinderten machen einfach stur ihre Arbeiten und kommen nie an das Tageslicht.  Vielleicht kommen sie ja ab und zu an die frische Luft, obwohl ich das nicht denke. Die Betreuer machen sichs einfach, ein gemütliches und geruhsames Leben.


Von Basel bis nach Rotterdam auf der R-6

Sommer 2014

 

In sieben Tagen sind Zivi- Patrick, Dominik und ich in Rotterdam angekommen.

Bootsvorbereitung:

Die R-6 haben wir vor der Reise aus dem Wasser genommen. Wir haben nochmals alles kontrolliert. Den Motor haben wir zum Service gebracht, den Schlafplatz eingerichtet und ausprobiert. Wir mussten auf dem Boot nämlich schlafen um viel Zeit zu sparen. Den Kocher hatten wir auch dabei. Wir hatten noch ein Faltvelo gekauft und oben auf dem Bootsdach fixiert.

Abfahrt Basel Regiport Dreiländereck am Freitag 11.Juli 08.30 Uhr. Beim Aufwachen ist es benebelt und so um die 12 Grad. Das Boot ist schon in Deutschland festgemacht. Zuerst fahre ich noch zur Mittleren Brücke. Claudia bringt dort Sachen für die Reise. Die Vorfreude war lange. So, jetzt kann das Abenteuer so richtig anfangen.

Ich fahre bis zur Schleuse Kembs. Unmittelbar davor hatte Dominik ein Funkspruch gesagt: „Schleuse Kembs Sportboot Romeo 6. Können wir in die Schleuse?“ In der Schleuse hat es viele Schwimmpoller, das sind Befestigungen für die Seile. In der Schleuse rumorte und gierte es, weil die Schwimmpoller auf rostigen Schienen mitschwimmen. Nach 20 Minuten geht das Wasser ab. Das Wasser trieft dabei aus den hohen und breiten Wänden langsam hinab. Auf der Weiterfahrt haben wir einen Platz am Ufer gesucht für das Mittagessen. Dort ist es ein wenig geborgen gewesen. Baumäste hingen über das Boot. Wir sind wie in einer Höhle verschwunden. Als wir ankamen im Yachthafen in Weisweil, hatten die Leute Freude an der Idee, dass wir mit dem Boot bis nach Rotterdam fahren wollen. Wir haben in Weisweil übernachtet auf dem Boot. Die erste Nacht auf dem offiziellen Fluss der Fracht!

Als wir am Morgen des 2. Tages von der Sonne geweckt wurden, waren die Scheiben vom Boot angelaufen. Das Boot knirschte am Steg. Der erste Vogel hörte ich um ca. 6 Uhr früh. Die Frachter fahren die ganze Nacht.Sie müssen die Fracht in Rotterdam schnell abgeben, weil sie dort an die Hochseeschiffe übergeben werden muss. An diesem zweiten Tag auf dem Rhein blochten wir um tausend Frachter herum. Die Hochseeschiffe fahren manchmal auch durch den Rhein bis dort wo die gewünschte Ladung ab und aufgeladen werden. Sie machen etwa 3 Meter hohe Wellen. Wir fühlten uns wie Surfer auf den Wellen. An den ersten zwei Tagen sind wir durch zehn Schleusen gefahren. Das fanden wir ziemlich langweilig. Wir sind knapp unter der Hochwassermarke gestartet, aber wir sind dem Hochwasser entkommen. Über der Marke darf kein Schiff mehr fahren.

 

 

 

 

Dann sind wir im Yachthafen Baden-Baden angekommen. Die Hafen- und Schiffsbesitzer waren sehr sehr zuvorkommend. Im Hafen duzen sich alle.Sie halfen uns gerne. Dabei unterhielten sie uns mit vielen Fragen. Am anderen Morgen assen wir Porridge zum Frühstück. Um 9 Uhr sind wir schon losgefahren. Ich habe immer gesteuert. Wenn das Boot richtig ausgetrimmt war, konnte ich während der Fahrt Pause machen. Gegen Mainz ist der Rhein breit und breiter geworden. Am 4. Tag fuhren wir durch die Loreley. Der Rhein fliesst dort durch hohe Felswände hindurch. Es gibt eine Stelle wo absolut kein Funksignal zu empfangen ist. Die Loreley ist gefährlich, weil hohe und dicke Felswände verhindern, dass die Funkwellen hindurch gehen. Deshalb musste Dominik steuern, weil der Steuermotor zu langsam war. Man musste schnell reagieren können. An diesem Tag schüttete es wie aus Kübeln und wir sind durch das regnerische Wetter hindurchgefahren. Ungefähr um 5 Uhr sind wir in Bonn angekommen. Die Nacht ist Glasklar gewesen. Der andere Morgen ist kalt und nass. Circa um 7 Uhr ist Patrick aufgestanden um das Frühstück zu machen, als Dominik zu Fuss schon eine Milch gekauft hatte. Ich konnte ausschlafen bis um 9 Uhr. Normalerweise starteten wir schon um 8 Uhr früh. Der Rheinverkehr war extrem stark, je weiter wir fuhren. Als wir gegen Düsseldorf kamen ging der Motor nicht mehr. Dominik wählte die Funkfrequenz die Schiffe und Frachter hören konnten die in der Nähe waren. Und sagte: „Sportboot Romeo 6. Wir sind auf der Höhe 800.“ Das sagt uns eine Streckentafel am Ufer. „Wir sind unsteuerbar!“ Irgend ein Kapitän hat die Rettungsflotte alarmiert. Dominik und Patrick zogen die Schwimmwesten an. Beim Steuer liegt ein Messer bereit, falls das Boot auseinander bricht. Das Messer hat Dominik immer bereit, falls er mich blitzschnell aus den Gurten befreien muss. Patrick und Dominik rudern ans Ufer. Patrick klettert nach vorne um den Bootsspitz zu schützen. Die R-6 ist nämlich auf das Ufer getrieben. Da hat es ein kleiner Wald gehabt und Patrick konnte das Boot an einem Ast festmachen. Plötzlich begann es zu hornen und extrem viele Schiffe und Krankensirenen und auch ein Hubschrauber waren gekommen. Wir dachten dass irgendwo ein Unfall passiert ist. Es war uns nicht klar, dass sie alle uns suchten. Patrick hatte nur einmal eine Notflagge geschwenkt. Viele Rettungsboote waren herangerast, dass es uns durch die Wellen nur so geschüttelt hat. Der Mann von der Überlebensgesellschaft hatte eine starke Lampe. Damit hat er ins Wasser geleuchtet, dann fuhr er auf uns zu und fragte: „seid ihr alle?“ Wir sagten: „ja, vollständig.“  Der Mann vom Rettungsboot ist rückwärts bis an unser Boot gefahren. Er hat uns zwei Seile zugeworfen und Patrick hat eins davon an der Bootsplanke festgemacht und das andere hat Dominik gefangen. Der Rettungsmann hat gesagt: „Ist alles okay, dann können wir losfahren.“ Wir sind dann mit dem Seil abgeschleppt worden bis nach Neuss. Als wir ankamen standen circa vier Krankenwagen bereit mit Blaulicht. Wir fanden es fast schon peinlich. Wir hörten die Sirenen schon im voraus. Dominik sagte, es sei schon alles in Ordnung. Wir hatten Angst gehabt, dass wir für diese Aktion zahlen müssen. Die Krankenwagen Kolonie hatte uns gesagt es sei so. Wenn ihr Alarm auslöst werde, dann könne sie niemand mehr stoppen bis sie den

 

 

 

 

Fall mit blossen Augen gesehen haben. Im Hafen hat ein Mechaniker ein Schiff und er hat uns geholfen. Die Leute waren sowieso verständnisvoll mit uns. Das war wie ein „Gabaré“. Alle waren hilfsbereit. „Aaaah und ooooh“, sagten alle Schiffsleute. Die Hafenleute sind bis zur Mündung über den Rhein informiert. Die Hafen sind wie ein Dorf. Man fühlt sich wie im kleinen Nest, wie in einer Familie. Um 8 Uhr abends sind wir totmüde ins Bett gefallen. Schon am anderen Tag fahren wir los. Es ist etwa 8 Uhr früh. Das Wetter war so einigermassen gut. Wir sind immer noch mit Vollgas voraus geschlittert. Wir sind im Hafen Duisburg etwa um 2 Uhr angekommen. Patrick fragte den Hafenboy: „Gibt es hier einen Hafenplatz wo wir eine Mittagspause machen können?“ Der Mann sagte: „ Ja sicher, dort hinten bei der Box 6.“ Eine Box ist einfach ein Parkplatz. Man muss sich vorstellen, dass die Häfen ein wenig versteckt sind. Man musste durch einen Kanal hindurch fahren, bis man zum gitterförmig angelegten Hafenbecken kam. Wir sind dann am anderen Morgen schon um 8 Uhr im Yachthafen De Bijland in Holland gestartet. Als wir den Hafen verliessen, sahen wir wie klein unser Boot überhaupt ist, im vergleich zu den Meerschiffen. Diese fahren nur so weit, bis die Fracht auf dem Rhein übergeben ist, weil der Rhein sonst mit Schiffen überfüllt wäre. Der Rhein ist dort etwa 4 mal so breit wie in Basel. Die Meerschiffe sind wie gepanzerte, grosse Monster. Wir waren unsicher, ob die Meerschiffe uns überhaupt sehen. Aber ich glaube, dass sie uns sehen, einfach nicht per Auge sondern über die Monitore. Das war unheimlich!

Die letzte Nacht auf dem Boot im Hafen von Rotterdam. Es war wieder Morgen. Das gewohnte Frühstück war wieder vor der Tür. Wir fahren bis nach Heok von Holland. Dort ist Meeresanfang. Die Taxiboote fahren dort wie die Idioten, schnell und unvorsichtig, obwohl sie keinen Vortritt haben. Niemand sagt etwas im Gegensatz zur Schweiz. Wau, jetzt bin ich bis ins Meer gefahren. Wir fuhren in 7 Tagen fast 1000 km, mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeint von 30 km/h. Am anderen Tag ist schon mein Bruder und mein Onkel, die Crew für die Heimfahrt, angekommen mit dem Auto und dem Trailer (Schiffstransportanhänger).

 

Ich werde nie vergessen, dass ich alles selbst gefahren bin.


Nachdenklichkeit und Freude

Inhalt:

1.     Freude

2.     Schule

3.     Beziehungen

a.    Familie

b.    Verliebtheit

c.     Beobachtungen

4.     Traurigkeit

a.    Depression/Angst

b.    Ignoranz

c.     Krankheit

5.     Perspektiven

a)    Wohnen

b)    Arbeit

6.     Hirngespinste

7.     Forschung

 

Einleitung:

Das Leben hat zwei Seiten. Die eine davon ist der Spass und die andere Seite ist der Ernst. Man braucht beides. Die Niedergeschlagenheit lernt mich nach vorne zu blicken.

 

1. Freude

Ich erfreue mich an ganz kleinen Sachen, wie zum Beispiel jemandem zu schreiben. Wenn ich schreibe freue ich mich sehr, weil ich gespannt bin, was derjenige zurückschreibt. Ich suche Kontakt zu verschiedenen Leuten aller Art! Ich Schreibe oft E-Mails auf meinem Computer.

Ich habe Freude, wenn meine Freundin Flavia zu mir kommt, weil wir einander gut kennen…

Ich zeichne viel am PC, weil ich Freude daran habe. Es verlangt von mir viele Tage stundenlange Arbeit, bis ich das Werk vollendet habe

Es gibt viele andere Sachen, die ich gerne mache

 

2. Schule

Meine Schulkarriere ist ganz wichtig für das Schreiben und für das Lesen, etc. Ich schreibe gerne an einem Text, den ich immer weiter bearbeiten kann.

Ich habe fast jeden Tag Therapien und diese machen mir das Leben einfacher. Die Therapien werden fast nur im TSM ausgeführt. Nur die Feldenkrais-Therapie wird ausserhalb durchgeführt

Ich habe einen augengesteuerten Computer

 

3. Beziehungen

a) Familie

Ich habe drei Brüder. Der älteste ist zwanzig, er ist sehr grosszügig. Der mittlere ist 17, er schäkert gern mit mir. Der jüngste ist 13 Jahre alt. Wir können gut zusammen umgehen. Meine Eltern sind beide Lehrer. Der Papa arbeitet mit schwererziehbaren Kindern. Meine Mama ist Primarlehrerin. Sie arbeitet mit „noch“ nicht schwererziehbaren. Meine drei Brüder gehen in der Freizeit in die Pfadi.

 

b) Verliebtheit

Als behinderter junger Mensch fühle ich mich beobachtet. Ich kann fast niemand auf das Thema Liebe ansprechen, ausser bei einigen wenigen Personen, bei denen es mir wohl ist dabei, z.B. Grosi.

Ich habe eine Freundin, obwohl ich sie gar nicht mal gross darauf angesprochen habe, ist sie meine Freundin. In der Schule kam sie nämlich fast immer zu mir beim Z’nüni und nach dem Zmittag. Immer wenn sie beim Z’nüni kam, rutschte ihr der Shirtträger über die Schulter. Als ich von ihr die Novemberina (mein Kuscheltier) bekam, war klar was sie mir damit sagen wollte. Sie zeigte mir, dass sie kuscheln möchte. Ich bin mir klar, was ich ihr kaufen möchte, damit sie mit mir kuschelt.

Wir kennen uns so gut, dass wir fast die ähnlichen Gedanken, Ideen und Bedürfnisse haben. Ich merkte schnell, dass ich zu wenig (?)richtig) auf sie reagierte, dass sie mir gegenüber gut gelaunt blieb. Sie ist verletzlich und empfindlich, sehr freudig, ehrlich und fantasievoll. Ich finde die Beziehung ist gut.

 

c) Beobachtungen

Ich schule mich immer, indem ich Leute beobachte. Ich staune wie viele verschiedene Leute es gibt, die glauben, die Behinderten seien „gaga“. Die Leute glotzen wenn man anders ist und machen eine komische Grimasse: „Wäää der hat ja Spucke am Kinn, der kann ja eh nichts, er ist ja dumm!“

 

4. Traurigkeit

a) Depression/Angst

Phasenweise denke ich was ich überhaupt mache, da auf der Welt. Nur abwarten auf den Tag wo ich in den Himmel gehe und alles zurücklasse, was ich hier hatte? Ich will dann nichts mehr ausser sterben. Mir ist alles zu viel. Es ist die Traurigkeit an welcher man verzweifelt. Ein Beispiel:
Als ich in der 6. Klasse bei Frau Dürrenberger war, hatte ich eine Depression, weil fast alle Betreuer/innen gewechselt hatten. Als ich einmal mitten in der Nacht schreiend aufgewacht bin, kamen alle von der Familie angerannt – auch die Grosi. Ich war einfach überfordert mit der Situation in der Schule. Ich hatte geträumt, dass ich ermordet werde und sah das Messer vor mir. Ich lernte aus der Erfahrung, dass ich nicht mehr so schwer Angst haben muss vor der Ungewissheit die wie grosse Löcher sind, wo ich mich ganz zurückgeschlagen fühle. Ich habe viele Insel, die mir helfen. Ich beruhige mich, indem ich am PC schaffe, oder ich denke an etwas Schönes, dass ich vorhabe.

Ein zweites Beispiel:

Mich stört etwas immer wieder und dann werde ich auch depressiv. Ich merke, dass jemand mich nicht ernst nehmen kann. Dann werde ich traurig, energielos und nachdenklich. Ich brauche dann viele Gespräche, bis ich gesundheitlich wieder auf dem Damm bin. Ich muss zuerst herausfinden was mich stört. Ich rede dann gern mit nicht allzu nahen Menschen.

               Siehe auch Kapitel 6

 

b) Ignoranz

Ich fühle mich manchmal missbraucht, weil ich nicht so schnell rede. Zum Beispiel kann jemand einfach über mich bestimmen, ohne meine Anliegen zu befriedigen. Ich warte dann bis der Moment kommt, dass ich es fast nicht mehr aushalte. Aber ich lernte, dass ich viel früher ausrufen muss.

Ein Beispiel:

Der Lehrer hatte mich nicht wahrgenommen als potenzieller Schüler. Ich meine er hatte Angst weil ich ihn forderte und er fing an mich nicht zu verstehen, weil er sich einfach in „Luft“ verwandelte statt mit mir zu kommunizieren. Das machte mich sehr traurig und auch depressiv.

 

c) Krankheit

Ich bin selten wirklich krank. Aber wenn ich es bin, dann ist es nicht mehr so lustig. Ich liege auf dem Bett und schlafe ganz viel. Wenn ich wach bin, verkrampft sich mein ganzer Körper und ich bin müde. Ich kann nichts machen und habe aber keine Schmerzen. Dann habe ich keine Lust auf Irgendwas. Das Essen ist doppelt schwierig, weil ich hungrig bin, aber nicht essen kann. Beim Trinken ist es genau dasselbe. Das ist dann fast schon eine Depression, es fehlt nur noch, dass ich den E-Rolli selber fahren kann.

 

5. Perspektiven

a) Wohnen

Ich habe eine Vorstellung: Meine Freundin Flavia und ich stellen uns vor, dass wir später in einer Wohngemeinschaft wohnen werden. Jetzt suchen wir Leute, die Lust haben, uns zu helfen Mitbewohner zu suchen. Die Leute könnten auch geistig behindert sein. Unser Haus soll in der Stadt sein, weil wir zum Teil sehr unselbstständig sind. Wir brauchen sonst zu viel Zeit um hin und wieder weg zu gehen. Die Mitbewohner schaffen im Haushalt, im Garten und machen auch das administrative. Die Schlafzimmer sind oben im Estrich, weil ich ein Schrägdach gemütlich finde.

 

b) Arbeit

Mein Vater und ich haben ein Unternehmen. Damit verdiene ich eigenes Geld. Dazu gehören:

1. Bootsfahrten auf dem Rhein

2. Die Putzequipe

3. Das Rasenmähen

4. Das Schneepflügen

5. Der Kartenblitz

 

1. Bootsfahrten

Ich habe ein Boot gekauft. Mein Papa hat dazu die Kopfsteuerung für micherfunden und gebaut. Wenn du eine Rheinfahrt machen möchtest, melde dich an unter: www.eliasdahler.com unter Motorboot Service.

2. Putzequipe

Die Eltern haben mir einen Laubsauger geschenkt. Mein Papa Dominik hat mir den Laubsauger umgebaut, so dass ich ihn mit dem E-Rolli ziehen kann. Der Laubsauger wird immer weiter perfektioniert und neues Zubehör montiert. Mein Vater ist noch dran, für den Laubsauger eine Haube zu bauen. Zusätzlich haben wir eine alte Staubwischmaschiene gekauft, mit der ich den Parkplatz und den hausplatz wischen kann. Dominik baut ausserdem für die Wischmaschiene eine Anhängerkupplung, mit der man sie an meinem Stuhl befestigt, sodass ich sie ziehen kann.

3. Rasen mähen

Dominik hat auch noch eine Spezialkupplung geschweisst, die zum Rasenmäher gehört. Meine Eltern haben ein Stück Land das ich immer mähe. Ich streite mit meinem Papa immer darüber bis wohin ich mähen soll.

4. Schneepflügen

Meine Mutter und mein Vater haben mir auf den 17. Geburtstag einen Schneepflug geschenkt. Dominik schenkte mir das Anbauen an den Elektrorollstuhl. Ich habe auch Aufträge, genauso wie beim Laubsaugen.

5. Der Kartenblitz

Ich habe noch ein weiteres Standbein. Ich zeichne viel und plötzlich sagte meine Mutter Claudia: „Du könntest ja einen Kartenshop eröffnen auf deiner Homepage.“ Ich fange an die Karten zu zeichnen und sie in die Druckerei  zu geben. Der Geschäftsinhaber kennt mich unterdessen recht gut. Er  ist schon eingeweiht und weiss, welches Format ich will und wie die Rückseite gestaltet sein soll. Ich habe schon hunderte Karten verkauft. Ich produziere immer neue Werke.

 

6. Hirngespinste

Das Wort „Hirngespinst“ bedeutet für mich etwas ganz Befriedigtes. Z.B.: Ich und mein Papa Dominik träumten von einem Boot – und es ist Wahrheit geworden. Ich träumte von einem Business mit Karten die ich selber zeichne und dann professionell drucken lasse. Heute verkaufe ich viele Karten.

 

7. Forschung

Ich bin dran herauszufinden, warum die Menschen mir nicht so gern einen Kuss geben wollen. Zum Erforschen woran es liegt, will ich herausfinden, ob es an meinem Speichel liegt oder an etwas Anderem. Die Leute verschrecken, weil ich „geifere“ und das finde ich merkwürdig. Wenn alle ein nasses Kinn hätten, dann würden die Leute sich trotzdem küssen, oder nicht? Es kommt mir vor als wäre ich unappetitlich. Es deprimiert mich, wenn die Menschen mich eklig finden. Ich finde es seltsam, denn mein Götti küsst mich, wenn er kommt. Ich kann mir auch vorstellen, dass es andere Gründe gibt… zum Beispiel meine Spastik. Ich zucke zusammen obwohl ich’s nicht will. Dann schrecken die meisten Leute zurück, weil ich sie ungewollt schlagen könnte. Sie könnten meine Hände halten um mir einen Kuss zu geben. Ich bin erstaunt, dass meine Cousine mich nicht küsst, obwohl wir uns schon seit 18 Jahren kennen. Ich bin auch erstaunt, dass meine Freundin mich nicht küsst, obwohl sie mich doch schon lange kennt. Ich merke, dass die Leute bei mir ganz offensichtlich unsicher sind beim Küssen. Ich meine, wenn man mich nicht küsst, dann könnte ich auch eingeschnappt sein. Aber ich bin es nicht, weil die Menschen auf das Äussere schauen und nicht auf das Innere. Ich kann nicht zeigen, dass ich einen Kuss möchte, man muss mich fragen.

Ich als geübter Mimik Leser habeerforscht, dass man Geheimnisse herausfinden kann, nur durch die Körpersprache, die Gesichtsmimik und ein paar wenige Worte. Als „Beobachtungs-Vollprofi“ sagen mir ein paar Worte schon ein ganzes Gespräch. Durch geringe Mimik Finessen höre ich hinaus, was man in den Gesprächen meint.

Ein Beispiel:

Meine Freundin sitzt mir gegenüber. Wir „füsseln“ Ich merke deshalb, dass sie mich liebt. Für mich ist das wie ein Kuss.
Ich forsche weiter…

 


März 2013.

Meine Erinnerungen.

Mein Grosspapa Fatti, ich und meine Familie.               

Ich kannte den Fatti sehr gut. Der Fatti  ist mit mir Jeep gefahren.

Ich hatte gesteuert und immer in den Leergang geschaltet.

Der Fatti fand das lustig.

 Der Fatti hatte krebs und darum ist er gestorben.

 Er Sagte :“ich will nicht sterben wegen dir.“

Der Fatti  hatte mich unter die Arme gepackt und ist dann mit mir gelaufen bis zum Löcherwald.

Als er schon toot im Sarg Lag , sah  ich ihn zum letzten mal.

Ich  habe damals endlos Joghurtmilch getrunken. Ich war 4-6 Jahre alt.

Als ich den Kindergarten besuchte ,war der Fatti schon gestorben, fast schon gestorben .

Ich kann  mich errinnen , dass ich immer wieder im Estrich geschlafen habe, mit Fatti im Bett unter dem Schrägdach.

 Das Bett ist ein Schrankbett gewesen.

Das Haus hat drei Küchen und in der obersten küche schmeckte es wunderbar.

 Als ich nicht schlafen konnte nahm mich meine Tante –Sabiene und schaute und hörte TV & Radio gleichzeitig ganz laut bis ich eingeschlafen bin. Das ist beim Grosi gewesen. Sie hat ein riesen grosses Haus.

 Die Grosi kommt noch oft auf Basel. Ihr Garten ist riesen Gross.

 Der Fatti hatte  einen Hund und der   hiess Batscho.

 Als Fatti Kreps hatte sass er im Esszimmer und fütterte den Hund.

Ich habe ihn auch immer gefüttert.

Ich habe das Futter genommen und der Batscho nahm es mir aus der Hand. Der Fatti hat dazu meine Hand ruhig gehalten. Der Batscho ist ein ganz lieber Hund gewesen.

Er lag unter dem Esstisch und ich auch und alle meine drei Brüder auch. Dazu hat der Batscho noch geschlafen unter dem Esstisch.

Wir haben ihn gestreichelt.

Das grosse Haus hat noch eine grosse Remise im Garten. Darin war noch eine Garage wo der Jeep stand.

Als der Gerechtsstreit anfing ,weil die Ärzte bei meiner Geburt einen Fehler gemacht hatten ,half der Fatti als Gynekologe und Frauenarzt.

Meine Grossmutter ist auch Ärztin. Sie half schon bei vielen dingen.  Z.B. telefonisch beim Abszess auf der Pumpe in Golma das ist in Norwegen .

Als ich ca. zwei Jahre alt war, hatte sie neben dem Esszimmer noch eine Praxis eingerichtet. Sie hatte noch Praktiziert .

An den Wochentagen musste Grosi arbeiten als wir bei ihr waren und der Fatti musste mich und meine Brüder übernehmen als er wo er schon schwer krank war.

Er ist ein fröhlicher aufgewekter mann gewesen, ausser wenn es mir nicht gut ging.

Das hat meine grosi erzählt.

ich hatte  eine kleine Höhle gehabt ,

wo ich immer wieder hin ging .

 Die Höhle war  unter einem Baum .

Ein Zwerg  Barttli wohnte darin.

Ein Hotelier hat viele Geschichten über ihn ertzählt , dabei sass er auf einem Thron .Er heisst Martin und die Hotelier Frau heisst Lydia. Meine Grosseltern kennen das Paar. Die Höhle ist kalt gewesen.

Ich habe die Hoehle unheimlich gefunden so im dichten Wald.

Ich bin gerne immer wieder in den Löcherwald gegangen … Das ist die Geschichte vom Grossfatti.